Baguio wird die Sommerhauptstadt der Philippinen genannt, weil sich viele pinoys
in den heissen Sommermonaten in die relative Kuehle dieser auf ca. 1500 m gelegenen
Stadt zurückziehen und dort Ferien machen.
Mich reizte es dort zu fliegen, weil ich Berichte von US-Gleitschirm-Piloten gelesen
hatte, worin von den thermisch ergiebigen Bedingungen geschwärmt wurde. In den Berichten war allerdings kein brauchbarer Hinweis auf einen Landeplatz zu finden.
Schliesslich fand ich nahe des Monte Santos Thomas einen brauchbaren Platz, eine
planierte Fläche auf der ursprnglich anscheinend mal Häuser gebaut werden sollten.
Es war der einzig brauchbare Platz in akzeptabler Entferung vom Gipfel des Flugberges, das Gebiet dort ist ansonsten sehr stark zerklüftet, verbaut und selbst an steilen Hängen wird noch Gemüse und Obst angebaut.
Die nächste Schwierigkeit war die Suche nach einem Startplatz auf dem Gipfel. Dort wird ebenfalls jede freie Fläche bepflanzt. Ich fand einen brauchbaren, allerdings kurzen und terassierten Platz der gegenwärtig nicht bepflanzt wurde. Eine nahe zweite Alternative, ein ca. 12 Meter flacher und anschliessend steil abfallender Platz war mir zu heikel.
Um 9:00 war ich startbereit. Ein angenehmer Aufwind hatte sich eingestellt, der allerdings etwas seitlich kam. Ich durfte nicht mehr allzu lange zuwarten, denn zum einen kommt um ca. 10:45 das Flugzeug aus Manila und fliegt nicht allzu weit am Landeplatz vorbei, zum anderen hat sich an allen Tagen ab ca. 10:00 Uhr um den Landeplatz herum ein Nebel gebildet der ab ca. 12:00 Uhr ein sicheres Landen ausschloss.
Ich kam gut weg und war sofort in einem Aufwindband dass es mir erlaubte mit Achten
den Startplatz zu erhöhen. Ich dachte schon, das ist ja easy, machte dann aber den Fehler mich vom Seitenwind wegtragen zu lassen, wobei ich schnell Höhe verlor.
Da die Reserve zu Landeplatz nicht allzu gross ist (höhendifferenz ca. 400 m) hörte ich auf mit dem Kratzen und ging Landen was problemlos war.
Gerne hätte ich die Gegend weiter mit dem Gleitschirm erkundet, mit Familie mit
zwei Kleinkindern ist das aber nicht drin. In der Woche in der ich dort war hätte man
von den allgemeinen Bedingungen her fast jeden Tag fliegen können, ab ca. 2 Uhr kam es aber regelmässig zu Überentwicklungen (ohne Gewitter).

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Der Landeplatz ist die braune Freifläche, Teil eines nicht vollendeten Bauvorhabens. |
Enger Startplatz auf nicht bewirtschafteten Anbauterrassen. Rechts sind bereits (9:00 Uhr) erste Nebelfetzen zu sehen, die am Nachmittag den Landeplatz umhüllen. |
Rechts ist Flugplatz von Baguio zu sehen |
Seht Ihr den Aufwind? |